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Leuchter mit Monogramm „AV“ für Auguste Victoria (1858-1921)

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Berlin, um 1880

3-flammiger Leuchter mit Monogramm „AV“ für Auguste Victoria (1858-1921) der Gemahlin Kaiser Wilhelm II.
Silber 812
Meister: Humbert & Sohn, Berlin

Auguste Viktoria von Schleswig-Holstein-Sonderburg-Augustenburg:
Prinzessin Auguste Viktoria Friederike Luise Feodora Jenny von Schleswig-Holstein-Sonderburg-Augustenburg wurde am 22. Oktober 1858 in Dolzig in der Niederlausitz geboren. Sie war als Gemahlin Wilhelms II. die letzte Deutsche Kaiserin und Königin von Preußen. Am 11. April 1921 verstarb sie in Haus Doorn in Holland.
Auguste Viktoria war die älteste Tochter des Herzogs Friedrich VIII. zu Schleswig-Holstein-Sonderburg-Augustenburg und dessen Ehefrau Prinzessin Adelheid Victoria Amalie Louise Maria Konstanze (1835-1900). Als sich die Prinzessin in Prinz Ernst von Sachsen-Meiningen (1859-1941), Sohn des Herzog Georg II. von Sachsen-Meiningen verliebte - wurde sie 1875 nach England auf Verwandtenbesuch geschickt. Durch ihre Großmutter mütterlicherseits war sie eine Großnichte der englischen Königin Victoria I. (1819-1901). Wilhelm von Preußen, den späteren Kaiser Wilhelm II., lernte sie schon 1868 im thüringischen Schloß Reinhardsbrunn kennen, die Bekanntschaft wurde durch die befreundeten Eltern im Sommer 1878 in Potsdam erneuert. Die Verlobung in Gotha (1880 unmittelbar nach dem Tod ihres Vaters) war ganz im Sinne der Familienpolitik des preußischen Kronprinzenpaares, im Gegensatz zur preußischen Hofgesellschaft und zunächst auch Kaiser Wilhelms I.. Diese empfanden die Wahl des Prinzen als unpassend, da die Familie der Prinzessin als nicht ebenbürtig galt (durch eine Urgroßmutter, die bürgerlich und eine Großmutter, die nur eine Gräfin war). Außerdem bestand die Sorge vor politischen Verwicklungen Preußens wegen der Annexion der Herzogtümer 1866, da Herzog Friedrich VIII. seine Ansprüche aufrecht erhielt. Am 27. Februar 1881 heiratete sie in Berlin Prinz Wilhelm von Preußen (1859-1941), Sohn des Kronprinzen Friedrich Wilhelm von Preußen und dessen Frau Prinzessin Victoria von Großbritannien, Enkel Kaiser Wilhelms I. und mütterlicherseits der englischen Königin Victoria I.. Aus der Ehe gingen sieben Kinder hervor: Friedrich Wilhelm Victor August Ernst (1882-1951); Wilhelm Eitel Friedrich Christian Karl (1883–1942); Adalbert Ferdinand Berengar (1884–1948); August Wilhelm (1887–1949); Oskar Karl Gustav Adolf (1888–1958); Joachim Franz Humbert (1890–1920, Selbstmord) und Viktoria Luise Adelheid Mathilde Charlotte (1892–1980). Durch die Thronbesteigung ihres Mannes am 15. Juni 1888 wurde Auguste Viktoria Deutsche Kaiserin und Königin von Preußen. Sie übernahm zahlreiche Protektorate, u.a. über die Deutsche Rot-Kreuz-Gesellschaft und den Vaterländischen Frauenverein. Unter ihrer Schirmherrschaft wurde der Evangelisch-Kirchliche Hilfsverein zur „Bekämpfung des religiös-sittlichen Notstands“ gegründet, aus dem kurz darauf der Evangelische Kirchenbauverein hervorging. Die evangelische „Kaiserin Auguste Victoria Stiftung“ in Jerusalem weihte 1914 die Himmelfahrtkirche auf dem Ölberg ein. Im Ersten Weltkrieg betätigte sie sich in karitativen Organisationen und kümmerte sich insbesondere um das Lazarettwesen. 1918 begleitete sie ihren Mann in das niederländische Exil und bezog mit ihm 1920 das Haus Doorn in der Provinz Utrecht. Wilhelm II. schrieb 1922: "Der Kaiserin hat der Umsturz das Herz gebrochen. Sie alterte vom November 1918 an zusehends und konnte den körperlichen Leiden nicht mehr die frühere Widerstandskraft entgegenstellen. So begann bald ihr Siechtum. Am schwersten trug sie das Heimweh nach der deutschen Erde, nach dem deutschen Lande. Trotzdem suchte sie noch mich zu trösten ...". Auguste Viktoria, die letzte Deutsche Kaiserin, starb am 11. April 1921. Eines ihrer letzten Worte war: "Ich darf nicht sterben, ich kann doch den Kaiser nicht allein lassen." Im Deutschen Reich erschienen nach ihrem Tod viele Zeitungen mit Trauerrand. Der Tod der Kaiserin im Exil wurde von ihren Anhängern als besonders schwer empfunden und die Verstorbene als Landesmutter geehrt. Ihr Leichnam wurde in den Antikentempel des Parks von Schloss Sanssouci (Potsdam) überführt, an der Beisetzung durften Wilhelm II. sowie der Kronprinz jedoch nicht teilnehmen. Dem Sarg der Kaiserin folgten Tausende.


Maße:
H: ca. 44 cm

Rubrik: Silber

 

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